Forschung & Projekte – Prof. (em.) Dr. Helmut Neuhaus

Verfassungs- und Sozialgeschichte sowie politische Geschichte des frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reiches (1495-1806)

Edition der Akten des Regensburger Reichstages des Jahres 1576

Die Akten des Regensburger Reichstages des Jahres 1576 werden im Rahmen des Editionsprojektes "Deutsche Reichstagsakten. Reichsversammlungen 1556-1662", herausgegeben durch die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, ediert.

Der Historiker Karl Hegel (1813-1901)

Unter dem Titel "Karl Hegel - Historiker im 19. Jahrhundert" war dem Rostocker, dann Erlanger Historiker in der Zeit vom 20. November bis 16. Dezember 2001 eine Ausstellung des Instituts für Geschichte und der Universitätsbibliothek Erlangen aus Anlaß seines 100. Todestages gewidmet. Sie ist in einem im Buchhandel erhältlichen Katalog dokumentiert:

Karl Hegel - Historiker im 19. Jahrhundert, hrsg. von Helmut Neuhaus unter Mitarbeit von Katja Dotzler, Christoph Hübner, Thomas Joswiak, Marion Kreis, Bruno Kuntke, Jörg Sandreuther und Christian Schöffel (= Erlanger Studien zur Geschichte, Bd. 7), Erlangen, Jena 2001.

Karl Hegel: Ausstellungsband

Die Ausstellung war Ende des Jahres 2001 möglich geworden, nachdem große Teile des Nachlasses Karl Hegels (1813-1901), des ältesten Sohnes des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) und der Maria Helena Susanna von Tucher (1791-1855), im Privatbesitz wieder aufgetaucht waren. Dabei kam auch Karl Hegels "Gedenkbuch" zum Vorschein, das im genannten Katalog (Seiten 202-203) folgendermaßen vorgestellt wird:

Karl Hegels "Gedenkbuch"
10. Oktober 1878 - 31- Dezember 1900, Erlangen
Handschrift
(Privatbesitz)

Nach dem Tod seiner Ehefrau Susanna am Neujahrstag des Jahres 1878 begann Karl Hegel am 10. Oktober desselben Jahres mit der Niederschrift seines Gedenkbuches und schrieb daran zunächst bis zum 31. Dezember 1878 (Seite 152). Es besteht aus 280 Seiten: 205 Seiten paginiert (bis zum Ende des Jahres 1887) und 75 Seiten unpaginiert. Die Seiten 1-57 umfassen Karl Hegels Lebenslauf bis zum Jahre 1849, die Seiten 58-65 Lebensnachrichten von Susette (Susanna); wie schon Karl Hegels Lebenslauf sind die folgenden Niederschriften ab Seite 66 annalistisch angelegt, zweimal mit hervorgehobenen Überschriften: Rostock 1850-1856 (Seite 66), Letzte Worte meiner lieben Susanna (Seite 147). Auf den Seiten [219]-[222] listet Hegel - beginnend mit seiner Promotion 1837 und endend mit der Verleihung des Titels eines Geheimrats 1893 - Ämter und Ehren auf, gefolgt von seinem Schriftenverzeichnis Druckvorschriften auf den Seiten [223]-[227], beginnend mit der Dissertation von 1837 und endend mit Band 27 der Chroniken der deutschen Städte von 1899. Die ungebundenen Seiten [229]-[280] sind den Jahren von 1893 bis 1900 gewidmet, jeweils abschließend mit Todesfällen des Jahres. Der letzte Eintrag gilt den Memoiren:

Mein Buch erschien zur rechten Zeit, um noch zu Weihnachten die meinigen und die Freunde zu erfreuen. Wir feierten das Fest still für uns.

Auf dem Vorsatzblatt des Gedenkbuches befinden sich drei Abbildungen in Medaillons: Karl Hegel 1860, Susanna Hegel 1870 und Karl Hegel 1876 (Nr. VI/10, VIII/22, 23), gefolgt von einem Blatt mit Hegels Vorwort:

Erlangen 10. October 1878.
Nach dem Tode meiner geliebten Susanna begann ich, wie nie zuvor, auf mein vergangenes Leben zurückzublicken und im Gedanken an die Ewigkeit, welche mich mit ihr wiedervereinigen wird, den Abschluß meines irdischen Daseins vorzubereiten. Ich durchlas ihre und meine von uns beiden sorgfältig aufbewahrte Correspondenz, vertilgte davon einen großen Theil, und ordnete den übrigen, der noch für mich von Werth war, und beschloß, zu meiner eigenen Erinnerung wie zum Gedächtniß meiner Kinder, die Thatsachen unserer beiderseitigen Lebensgeschichte in aller Kürze aufzuzeichnen. - Ich folge zuerst meinem Lebenslauf bis zu unserer Verlobung im J[ahre] 1849 und schalte dort den von Susanna bis zu diesem Zeitpunkt ein
C. Hegel.

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